'Cyberface REN' von Irene Andessner

Das Teutloff Museum e.V. präsentiert diese Ausstellung vom 01.02. - 30.04.17

Videoinstallation 'Cyberface REN'

Kuratorische Einleitung von Sabine Weichel:
Cyberface REN entstand bereits vor fast 20 Jahren und war die Vorwegnahme einer Zukunft, die mit „Industrie 4.0“, der vierten Stufe der industriellen Revolution, in der Gegenwart angekommen ist.
Cyberphysische Systeme sind mittlerweile in der Lage, eigenständige Entscheidungen zu treffen und Aufgaben möglichst autonom zu erledigen. Was wiederum belegt, wie früh Irene Andessner, als eine der ersten Künstle-
rinnen, die Zeichen der Zeit erkannt und in ihrem künstlerischen Werk reflektiert hat. Diese Arbeit wurde von TEUTLOFF bereits 1999 auf dem Art Forum Berlin vorgestellt und ist heute aktueller denn je.

Die Künstlerin wird zur Probandin einer reproduzier-
baren, manipulierbaren Spezies, ausgestattet mit den Algorithmen einer künstlichen Intelligenz.
Mit den Befehlen „COPY“, „IGNORE“, „ERROR“ und „RESET“ behält sie die Kontrolle über die Manipulation, Replikation und Eliminierung ihres Selbstportraits.

Prof. Klaus Honnef sagt dazu: „Cyberface REN“ [ist die] simulierte Rekonstruktion [des bürgerlichen Portraits] als leere und reine Oberfläche im Zeichen der digitalen Welt. Die Prägeform des Porträts verwandelt sich in eine Benutzeroberfläche, manipulierbar für alle möglichen Zwecke. Nicht zuletzt produziert sie menschliche Zombies, austauschbar, identitätslos.“ (aus dem Katalog Irene Andessner 1984 – 2016)

Portrait der Künstlerin Irene Andessner in der Sendung Kulturmontag / ORF 2 vom 31.10.2016